logo
Abteilung Ju-Jitsu

„Dass das Schwache das Starke besiegt,
das Harte dem Weichen unterliegt,
jeder weiß es,...doch keiner handelt danach.“

Laotse

line decor
Infos
line decor

 

 
 


 


Über das Ju-Jitsu

Wir alle werden täglich mit Nachrichten konfrontiert, die Gewalt gegen Personen in verschiedensten Formen melden. Die bisherige „zeitgemäße“ Selbstverteidigung setzte hier auf Konzepte, die der Aggression des Angreifers eine noch größere Aggression des Verteidigers entgegensetzt. In der von uns praktizierten Kampfkunst Ju Jitsu wird die Gewalt des Angreifers gegen Ihn gewendet und dies mit möglichst geringem Kraftaufwand, so dass auch weniger Trainierte in der Lage sind, sich zu verteidigen. Ziel des Ju Jitsu ist es, einen oder mehrere Angreifer – ungeachtet dessen, ob er bewaffnet ist oder nicht – möglichst effizient unschädlich zu machen. Dies kann durch Schlag-, Tritt-, Stoß-, Wurf-, Hebel- und Würgetechniken geschehen, indem der Angreifer unter Kontrolle gebracht oder kampfunfähig gemacht wird. Dabei soll beim Ju Jitsu nicht Kraft gegen Kraft aufgewendet werden, sondern – nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ – so viel wie möglich der Kraft des Angreifers gegen ihn selbst verwendet werden.

Das Training kennzeichnet sich vor allem dadurch aus, dass neben der Verbesserung der körperlichen Grundfitness (gezieltes Aufwärmen vor dem Training) und der Konditionierung des Körpers („Abhärtung“ um im Ernstfall auch handlungsfähig zu bleiben) ausschließlich mit Trainingspartnern trainiert wird. Nur so lassen sich die Techniken und Prinzipien erfahren und im Ernstfall auch anwenden. Dies erfolgt mit Zunahme des Könnens auch mit entsprechend zunehmender Intensität. Am Anfang steht vor allem die Vermittlung von grundlegenden Aspekten wie „Fallschule“ und „Bewegungsschule“, welche dann im Techniktraining ihrerseits wieder Anwendung finden. Ein weiterer Aspekt des Trainings ist es, die erlernten Techniken dann auch gegen nicht kooperative Angreifer, oder gar mehrere, in sogenanntem „Randori“ (Übungskampf) zu erproben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Trainings ist die Vermittlung von Achtung und Respekt gegenüber den anderen Trainierenden, was nach Außen durch Kleidung und Etikette ausgedrückt wird. Dies ist insofern wichtig, als dass die erlernten Techniken bei Unkonzentriertheit oder aus einem zu ambitionierten Anspruch heraus zu erheblichen Verletzungen führen könnten.

Durch seine hohen Anforderungen ist Ju Jitsu nicht schnell erlernbar sondern erfordert ein nachhaltiges Training, bei dem die Verbundenheit in der Gruppe einen hohen Stellenwert besitzt.

 

 

Der Verband „Welham Martial Arts“

Die Ju Jitsu Abteilung des TSV Feldkirchen ist Teil des Verbandes „Welham Martial Arts -  Deutschland“.

Der Verband Welham Martial Arts (WMA)  wurde 1994 von Shihan Ken Culshaw in Hatfield (bei London), England, gegründet. Shihan Culshaw war unzufrieden mit den Zuständen und Praktiken der "großen" Ju Jitsu Verbände, in denen die Ausübung der Kampfkünste immer mehr in den Hintergrund rückt zugunsten von Prestige und Einnahmen für Graduierungen/Lehrgänge/Mitgliedschaften. Durch seine eigene Organisation wollte er zu den Idealen seiner Senseis (John & James Blundell) zurückkehren.
WMA besteht aus verbundenen Gruppen in England, Schottland, Norwegen, Deutschland und Rumänien.
In Deutschland wird WMA durch Shihan Peter Ruhnau repräsentiert (Welham Martial Arts Deutschland).
Das Hauptziel des Verbandes ist es, Ju Jitsu in dem höchstmöglichen Standard zu lehren, dies schließt den Umgang mit traditionellen Waffen und das Studieren von Katas ein.
Ju Jitsu verstehen wir als moderne Selbstverteidigung, bei der die Nutzung der Energie im Vordergrund steht. Kraft und Bewegungen eines Angreifers werden so umgelenkt, dass sie für den Angegriffenen arbeiten und mit geringstmöglichem Aufwand zu einer erfolgreichen Verteidigung oder (noch besser) zu einer Konfliktvermeidung führen.
Der bei uns trainierte Ju Jitsu Stil ist – falls man diesen einer Stilrichtung zuordnen möchte – am ehesten noch dem in Großbritannien allgemein als Juko Ryu bekannten Stil zu zuordnen. Soke James Blundell formulierte und führte diesen überwiegend unbewaffneten Stil in den 1960er Jahren in Großbritannien ein.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Soke Blundell ein Handelsmatrose und verbrachte einen Großteil seiner Zeit im Fernen Osten. Während dieser Zeit studierte er viele verschiedene Stile von Ju Jitsu unter einer Reihe von verschiedenen Meistern. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien gründete Soke Blundell den Lowlands Ju Jitsu Club in Liverpool und später die British Ju Jitsu Association (BJJA), wo er die meisten der heutigen Ju Jitsu Meister in Großbritannien unterrichtete - darunter Allan Tattersall, Robert Clarke, Richard Morris und Ken Culshaw (sowie viele andere).

Unglücklicherweise starb Soke James Blundell im Jahr 1990 nach seinem zweiten Schlaganfall. Zwischenzeitlich gründeten viele seiner älteren Schüler ihre eigenen Clubs und Vereinigungen wie die World Ju Jitsu Federation (Robert Clarke), die United Kingdom Ju Jitsu Association (Allan Tattersall), Jiu Jitsu International (Richard Morris) und Welham Martial Arts (Ken Culshaw).

 

Historie des Verbandes